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Ziele

Schulausbildung für die Kinder in Ruanda

Ziel der „Stiftung Ausbildungshilfe Ruanda“ muss es sein, so viel Kinder wie nur möglich einzuschulen, wobei die ersten 6 Primarschuljahre Schulgeld frei sind - abgesehen von den Kosten für Schulmaterial und – kleidung, was sich aber viele Erziehungsberechtigte nicht leisten können.

Durch die Schulzeitverlängerung von 6 auf 9 Jahre (seit 2009) ist der Mangel an Schulen, Lehrern und Schulmaterial noch gravierender. Die letzten 3 Jahre verteuerte sich daher die schulische Ausbildung wesentlich, sowohl durch die Materialien als auch zum Beispiel durch die Vorschrift, dass dann die Hosen der Schulkleidung nicht mehr kurz sondern lang sein müssen. Die Schulkleidung hat einen hohen Stellenwert, ist sie doch sehr oft das einzige gute Kleidungsstück der Kinder und Jugendlichen. Immer mehr an Bedeutung gewinnen auch die Sekundarschulen. Aus ihnen kommen die so dringend benötigten Ausbilder für das Handwerk und für andere qualifizierte Berufe.

Das sind große Anforderungen an die „Stiftung Ausbildungshilfe Ruanda“, besonders da noch das Problem des Niedrigzinsniveaus hinzu kommt und die Leistung nur durch Erhöhung des Stiftungskapitals erbracht werden kann. Dies ist der Grund, warum die „Stiftung Ausbildungshilfe Ruanda“ auch um die Übernahme von Einzelpatenschaften für eine 6-jährige Sekundarschulzeit oder eine Patenschaft für eine Handwerksausbildung wirbt. Diese Unterstützung kostet den Paten pro Jahr und Kind zwischen € 180,00 und € 350,00 je nach Ausrichtung der Schule. Darin enthalten sind allerdings meistens auch Kost und Logis, da die Jugendlichen wegen des geringen Schulangebots in den angegliederten Schulheimen wohnen. Für diese Schulen muss auch Schulgeld entrichtet werden. Wegen der durch Trockenheit geringeren Ernten und starker Verteuerung der Lebensmittel müssen auch, um die Ernährung der Schüler zu sichern, Naturalien mitgebracht werden. Das trifft auch für die Handwerksausbildung zu. Die dauert allerdings nur zwei bis drei Jahre und das Schulgeld ist etwas geringer.

Da die Möglichkeiten im Handwerk auszubilden sehr gering sind, ist es vorrangiges Ziel der Stiftung, endlich das schon lange geplante Handwerksausbildungszentrum zu errichten. Dafür engagieren sich zum Beispiel u.a. die Schüler des LINA-Hilger-Gymnasiums, Bad Kreuznach, mit der Aktion Tagwerk. Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit sollte uns bei der Finanzierung behilflich sein. Zur Verwirklichung sind leider noch immer einige Hürden hier und in Ruanda zu nehmen. Wir brauchen die Genehmigung der Regierung und natürlich Ausbilder. Aber das Engagement wird sich lohnen, denn die Jugendlichen in Ruanda brauchen auch berufliche Perspektiven. Das beweisen die 4 Handwerkslehrlinge die wir zur Zeit fördern. Es sind zwei Maurer- und zwei Kochlehrlinge.

Durch den Verein „WINE SAVES LIFES e.V. und einen weiteren Sponsor ist es der „Stiftung Ausbildungshilfe Ruanda“ möglich, auch 4 Stipendiaten zu unterstützen. Auch die Förderung von Studenten muss in unserer Planung Berücksichtigung finden.

Unser Ziel ist es, die Bildungsmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen gleich einer Pyramide aufzubauen, um für die Zukunft der Bevölkerung, die leider immer noch bis zu 80% von der Subsistenzwirtschaft für sich selbst lebt, die Chance zu geben, die Weichen für einen modernen Staat zu stellen. Um unsere Ziele auch weiterhin wahrnehmen zu können bitten wir um Ihre Unterstützung.